Umfassender Leitfaden zu Robustheitsdiagrammen
Einführung
Die Robustheitsanalyse ist ein entscheidender Schritt im Softwareentwurf, der die Lücke zwischen dem Verständnis dessen, was ein System leisten muss (Analyse) und der Art und Weise, wie es implementiert wird (Entwurf), schließt. Sie hilft Designern, Annahmen über den Systementwurf zu treffen und über mögliche technische Lösungen nachzudenken. Ein wertvolles Werkzeug in der Robustheitsanalyse ist das Robustheitsdiagramm, eingeführt von Rosenberg und Stephen im Jahr 2007. Obwohl es nicht Teil der offiziellen UML-Spezifikation ist, nutzen Robustheitsdiagramme UML-Konzepte, um das Verhalten eines Systems darzustellen. In diesem Tutorial werden wir die Prinzipien, Elemente und praktische Anwendung von Robustheitsdiagrammen genauer betrachten.
Elemente eines Robustheitsdiagramms
Ein Robustheitsdiagramm kombiniert Elemente von Klassendiagrammen und Aktivitätsdiagrammen. Es stellt das Verhalten eines Anwendungsfalls visuell dar, hebt die beteiligten Klassen und das Softwareverhalten hervor, ohne anzugeben, welche Klasse für jeden Teil des Verhaltens verantwortlich ist. Dadurch ist es leichter verständlich als traditionelle Aktivitätsdiagramme, da der Fokus auf der Interaktion zwischen Objekten liegt. Lassen Sie uns die wichtigsten Elemente eines Robustheitsdiagramms betrachten:
Stereotypisierte Objekte
Robustheitsdiagramme verwenden stereotypisierte Objekte, um verschiedene Arten von Elementen innerhalb des Systems darzustellen. Die folgenden UML-Stereotypen werden häufig eingesetzt:

- «Grenzschicht»: Stellt die Schnittstelle zwischen dem System und der Außenwelt dar. Grenzschichtobjekte entsprechen typischerweise Bildschirmen, Webseiten oder anderen Benutzeroberflächen, mit denen Akteure interagieren. Diese Objekte sind der Präsentationsschicht zugeordnet.
- «Entität»: Bezeichnet Objekte aus dem Domänenmodell, die reale Weltentitäten oder Konzepte innerhalb des Systems darstellen.
- «Steuerung»: Dient als Vermittler zwischen Grenzschicht- und Entitätsobjekten und fungiert als „Klebstoff“, der ihre Interaktionen koordiniert.


Beispiel für ein MVC-Robustheitsdiagramm:
Im Kontext von MVC-Sequenzdiagrammen kommen diese Elemente zusammen, um Befehle auszuführen, die von den Grenzen des Systems ausgehen, und die Interaktionen mit Entitäten über Grenzschichtobjekte zu koordinieren. Typischerweise entspricht ein Steuerungsobjekt einem bestimmten Anwendungsfallszenario, das oft visuell durch ein Sequenzdiagramm dargestellt wird.
Um die Klarheit und Verständlichkeit von MVC-Sequenzdiagrammen zu verbessern, ist es sinnvoll, Stereotypen für die Lebenslinien der Diagrammelemente einzusetzen. Diese Praxis hilft, die Arten der in der MVC verwendeten Objekte visuell zu unterscheiden und eine Darstellung zu schaffen, die den Prinzipien des Robustheitsanalyse-Diagramms entspricht.

Fazit
Robustheitsdiagramme sind zwar nicht Teil der offiziellen UML-Spezifikation, dienen aber als wertvolles Werkzeug in der Robustheitsanalyse während des Softwareentwurfs. Sie helfen, die Lücke zwischen Analyse und Entwurf zu schließen, indem sie die Interaktion zwischen Systemobjekten visuell darstellen. Indem man die in diesem Tutorial aufgeführten Prinzipien und Regeln befolgt, können Designer effektive Robustheitsdiagramme erstellen, die ihren Anwendungsfällen Klarheit und Struktur verleihen und letztendlich zu einer besseren Softwareentwicklung führen.
Ressourcen
Vorlagen für Robustheitsdiagramme













